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Lasst uns über Rechtsextremismus reden

Natascha Strobl zur aufgeheizten Debatte in Österreich über nationalistische Demonstrationen von AKP-AnhängerInnen und warum es in die falsche Richtung geht, nach der Herkunft der DemonstrantInnen zu Fragen und über ihr Recht auf Proteste zu debattieren. Stattdessen muss darüber geredet werden, wie man Nationalismus und Rechtsextremismus begegnet, die auch in migrantischen Communities vorherrschen.

schmetterlingssammlung

Dieser Tage sind viele beeindruckende ideologische Verrenkungen zu bemerken. Über jene einer linken Gruppe, die sich nicht zu blöd war trotz unmittelbarer und vieler Warnungen aus dem gesamten linken Spektrum, mit konservativen, AKPler_innen und in der Folge auch Faschist_innen und Jihadisten-Fanboys und –girls auf die Straße zu gehen, wurde schon viel gesagt. Auch wurden viele richtige und wichtige Worte darüber verloren, dass man gleichzeitig gegen den Putsch in der Türkei und gegen die AKP sein kann.

In den Tagen darauf erhielt die Debatte darüber, dass rechte bis rechtsextreme/faschistische Demonstrant_innen in Wien auf die Straße gingen, einen Staatschef bejubeln, der gerade im Begriff ist, die letzten Reste Demokratie in der Türkei zu beseitigen, aber eine Wendung in der öffentlichen Aufmerksamkeit. Es geht nicht mehr um den politischen Gehalt solcher Demonstrationen, sondern es sind „Türken-Demos“. Die Demonstrierenden werden also einzig auf ihre Migrationsgeschichte (oder die ihrer Eltern oder Großeltern) reduziert. Es geht…

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