Veröffentlicht in Analyse, Identitäre, Neue Rechte

Strategien einfach erklärt: #2 Wortneuschöpfungen

Wie wichtig Sprache für die Neue Rechte ist, zeigt unter anderem die Strategie, immer wieder Neologismen, also neue, unverbrauchte Begriffe zu entwickeln, die verharmlosend, beschönigend oder gezielt diffamierend wirken sollen. Wie der Begriff und das Konzept des ›Ethnopluralismus‹ dienen diese oftmals dazu, rassistische Ideen in harmlos erscheinende Worte zu kleiden.

Andere Beispiele, wie das folgende, zeigen, dass Begriffe etabliert werden, die herabwürdigend und für eine ganze Gruppe an Menschen beschimpfend wirken:

Wortneuschöfpung 1
Screenshot Twitter
Wortneuschöpfung 2
Screenshot Twitter

Was sind die Aussagen?

Mit „Rapefugees“ werden zwei Begriffe zusammengezogen (rape, refugees) und damit behauptet, dass (männliche) Flüchtlinge pauschal Vergewaltiger seien.

Ethnomasochismus ist etwas, das nicht existiert, aber hochtrabend klingen soll. Gemeint ist: „ethnischer Selbsthass“ und Identitäre pathologisieren damit Gedenkkultur, kritische Geschichtsforschung und Kritik an der „eigenen“ Geschichte – denn sie steht einem ungetrübten „Patriotismus“ (also der eigenen Aufwertung, die nie ohne Ausschlüsse und Abwertung anderer auskommt) im Wege.

Advertisements