Veröffentlicht in Analyse, Neue Rechte

Warum Jack Donovan ein gefährliches Idol ist

Identitäre haben gerade einen neuen literarischen Helden für sich entdeckt – zumindest die Männer unter ihnen, die so fieberhaft nach einem Vorbild gesucht haben, das sie in ihrer männlichen Existenz und ihren unerfüllten Ansprüchen bestätigt. Geworden ist es Jack Donovan mit seinem Buch „Der Weg der Männer“.

Damit es sonst niemand lesen muss, der/die sich (kritisch) mit rechter und rechtsextremer Literatur beschäftigt, haben wir ein worst of erstellt.

Hier ist die Zusammenfassung als PDF abrufbar.

Ein Vorgeschmack auf den Buchinhalt und die Zusammenfassung:

  • Männer sollen männlich statt gut sein
  • Gewalt ist ok, außer es sind die „Fremden“, die sie ausüben
  • Frauen sind nur da, weil Männer sich fortpflanzen wollen
  • Frauen stören die Männerordnung, feministische Frauen sind das Böse
  • Donovan findet manche Formen von Homosexualität schlecht
  • Das Schimpansen-Patriarchat ist ein Vorbild für Menschen

Wer ist Jack Donovan ? Was ist seine Version hegemonialer Männlichkeit? Warum sind seine „Empfehlungen“ gefährlich? Diese Fragen werden in der Zusammenfassung beantwortet.

Nicht beantwortet werden kann die Frage, warum es Frauen, die bei Identitären organisiert sind, angesichts der Freizeitlektüre ihrer Kameraden, überhaupt noch interessiert, mit diesen Mackern zusammenzuarbeiten.

 

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Presseschau zu „Identitären“, KW 33/2016

Deutschland

++Beitrag im Deutschlandradio Kultur zu den Identitären++

++Beitrag in der Märkischen Allgemeinen zu Identitären in Brandenburg++

++Keine Beobachtung der „Identitären Bewegung“ durch den Verfassungsschutz in Mecklenburg-Vorpommern++

++Verfassungsschutz warnt Jugendliche vor den neuen Rechten++

++„Der popkulturelle Arm der Rechtsradikalen breitet sich aus“ (Hamburg)++

Österreich

 

 

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Presseschau zu „Identitären“, KW 32/2016

Deutschland

++Die Identitären: Im Windschatten der AfD wirkt eine neue, versteckte Rechte (Focus Online)++

++„Jännerwein“ hat keinen Bock auf Identitäre als Fans++

++Bundesamt für Verfassungsschutz beobachtet Identitäre++

(Kommentar dazu)

++Kerstin Köditz (die LINKE) über die Identitären und die AfD in der „Jungen Welt“++

++Hajo Funke über die Identitären++

++Alexander Häusler über die Identitären++

++SPIEGEL-Beitrag über Identitäre, ITV mit Zeilinger++

Österreich

++Nach Audimax Stürmung: ÖH erhob Besitzstörungsklage gegen Identitäre++

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Presseschau zu „Identitären“, KW 31/2016

Deutschland

++Identitäre blockieren ein paar Meter Gehsteig in München++

++Ananlyse der Zusammenarbeit „nationaler Kräfte“ in Deutschland++

++Schmieraktion in Sachsen – Identitäre müssen sie entfernen++

++Identitäre in Magdeburg aktiv++

++Wieder Pfefferspray-Verteilung (Paderborm)++

++Identitäre und Neofolk – Analyse++

++„Extremisten im Tarnanzug“ – Analyse++

++Identitäre bekennen sich zu geschmackloser Aktion vor Landesgeschäftstelle der Linken in Dresden++

++Wie Identitäre die Amadeu Antonio-Stiftung attackieren++

Österreich

++Anzeige der Grünen gege Identitäre++

Veröffentlicht in AfD, Analyse, Identitäre, Neue Rechte

Woher kommt das Geld der Identitären?

Aktivismus und Medienöffentlichkeit kosten Geld – nur wo bekommen Identitäre solches her, wo sie doch formal keiner Partei vorgelagert sind? Hier ein Überblick!

  1. Merchandise

Über den Versand Phalanx Europa werden T-Shirts, Polohemden und Hoodies zu – recht teuren – Preisen verkauft.

Phalanx
Screenshot Phalanx Europa

Es gibt auch eine französische Variante: Boutique Identitaire. Das Prinzip ist dasselbe.

boutique
Screenshot Boutique Identitaire

2. Mitgliedsbeiträge

Auf einer Demonstration in Spielfeld 2015 gab ein Identitärer aus Graz im Gespräch an, 80 Euro pro Jahr an Mitgliedsbeiträgen abzuführen. Verglichen mit anderen Jugendorganisationen ist das ein recht hoher Betrag.

3. Spenden

Die Identitären in Österreich und Deutschland haben jeweils einen Verein gegründet. In Österreich ist es der „Verein zur Erhaltung und Förderung der kulturellen Identität“, in Deutschland der „Identitäre Bewegung Deutschland e. V.“

In Österreich hat man auch ein Spendenkonto eingerichtet.

Spenden
Screenshot Identitäre Bewegung Österreich

4. „Einprozent“ unterstützt

Einprozent.de ist so etwas wie ein Dienstleister in Sachen Öffentlichkeits- und Kampagnenarbeit für AkteurInnen der Neuen Rechten bzw. für „besorgte BürgerInnen“, die gern etwas gegen Flüchtlingsunterkünfte und Co. unternehmen möchten, selbst aber nicht über Ausstattung, rhetorische Skills und Wissen über Aktionsplanung und z.B. Filmproduktion verfügen. Einprozent.de möchte – neben Netzwerken – vor allem Geld lukrieren, weswegen die Protagonisten (darunter Götz Kubitschek (IfS, „Antaios“-Verlag, Sezession), Jürgen Elsässer (Compact) und Hans-Thomas Tillschneider von der AfD) zu Spenden aufrufen. Mit dem Geld soll Öffentlichkeitsarbeit und Merchandise (Videos, T-Shirts…), aber auch Klagen gegen politische GegnerInnen (z.B. Angela Merkel) finanziert werden.

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Screenshot einprozent.de

Das Verhältnis zu den Identitären ist eng. Sieht man sich die Auflistung jener Gruppen an, die „Einprozent“ mittragen, so sind von den 68 Gruppen 38 Identitären-Ableger in diversen Städten. Sie sind also zur Stelle, wenn in Dorf X jemand ein selbstästhetisierendes Video mit Hipsterfilter gegen Flüchtlinge produzieren möchte.

Und was bekommen Identitäre im Gegenzug? Berichten zufolge Geld – und zwar in fünfstelliger Höhe. So haben alle was davon: Identitäre finanzieren sich und die besorgten Bürger bekommen junge AktivistInnen, die in Einheitsshirts wackelige Zäune um Flüchtlingsunterkünfte bauen und das Ganze mit gefühlvoller Musik untermalen.